Kapverden Corona – [Aktuelle Zahlen]

Kapverden Corona vom 28.05.2022 Auf den Kapverden ist Corona gut unter Kontrolle. Aktuell sind die Fallzahlen wieder Rückläufig und sehr gering (Siehe Tabelle unten). Santo Antao hat eine ausgesprochen hohe Impfrate. Es wird behauptet, dass fast 90 Prozent der Menschen auf Santo Antao über einen vollständigen Impfschutz verfügen. Es gibt nach wie vor einige Maßnahmen und Vorgaben, die einzuhalten sind.

Die aktuellen Maßnahmen (Kapverden Corona)

Auf den Kapverden besteht aufgrund von Corona in geschlossenen, öffentlichen Räumen, auf belebten Straßen und Plätzen und wann immer der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, Maskenpflicht. Restaurants und Bars sind bis Mitternacht geöffnet. Freitags ab 19:00 Uhr, samstags, sonntags und an Tagen, die einem Feiertag vorausgehen, ist der Zugang nur mit Impf- oder
Genesenenzertifikat oder gültigem (maximal 48h) PCR- oder Antigentest gestattet. Der Aufenthalt in Beherbergungsbetrieben ist nur mit Impf- oder Genesenenzertifikat oder gültigem (maximal 48h) PCR- oder Antigentest gestattet. Im Aluguers/ Sammeltaxis, Bussen, Taxis ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben.

Der Luft-und Seetransport ist nur mit Impf- oder Genesenenzertifikat oder gültigem (maximal 48h) PCR- oder Antigentest gestattet. Einzige Ausnahme ist die Verbindung zwischen São Vicente und Santo Antão, bei der keinerlei Nachweis nötig ist.

Die aktuellen Zahlen für Santo Antao/Kapverden Corona

Kapverden Corona Fallzahlen vom 28.05.2022

Aktuelle Ein- und Ausreisebestimmungen für Kapverden

Kapverden Corona vom 28.05.2022 Natürlich ist es unabdingbar, sich vor dem geplanten Reiseantritt auf der Seite des Auswärtigen Amtes über Aktuelles zu informieren! Den Link dazu findet ihr unter „Tipps und Aktuelles“. Trotzdem werde ich euch folgend über momentan notwendige Formlitäten in Kenntnis setzen.

  1. Registriert euch und zahlt die Flughafensicherheitssteuer mindestens 5 Tage vor Reiseantritt. (Im Notfall ist das aber auch noch am Flughafen nach Einreise möglich) https://www.ease.gov.cv/
  2. Bei vollständiger Impfung oder Genesung – Vorlage der entsprechenden Nachweise, ansonsten negativer PCR Test, nicht älter als 72 Stunden, oder negativer Schnelltest, nicht älter als 48 Stunden !!! Diese Nachweise gelten auch für die Ein- bzw. Durchreise von Portugal und werden bereits vor Reiseantritt in D CH A verlangt.
  3. 1-2 Tage vor Beginn der Reise füllt das Gesundheitsformular von Portugal aus. Das ist auch notwendig, wenn ihr nur auf der Durchreiese seid! https://portugalcleanandsafe.pt/en/passenger-locator-card

Es werden Informationen zur Flugverbindung, persönliche Daten, ein Notfallkontakt und eine Adresse in Portugal abgefragt. Tragt bitte folgende Adresse in Portugal ein: Adresse in Portugal: „Airport Lisbon“, City in Portugal: „Lisbon“, Postal Code in Portugal: „1700-111“.
Nach dem Absenden des Formulars erhaltet ihr eine Bestätigung per E-Mail, die ihr während der Reise digital oder ausgedruckt bei euch führen müsst.

4. 1 bis 2 Tage vor Reiseantritt füllt das Gesundheitsformular für Kapverden aus https://cvgo.in/1mh

Neben persönlichen Informationen und Reisepassdaten müssen u.a. Informationen zum Aufenthalt auf den Kapverden ausgefüllt werden. Nach dem Absenden des Formulars erhaltet ihr eine Bestätigung per E-Mail, die während der Reise digital oder ausgedruckt mit zu führen ist.

Um den Check in und das Boarding durchführen zu können benötigt ihr:

  • Impf-oder Genesenenzertifikat oder einen negativen PCR Test, der bei Ankunft nicht älter
    als 72 Stunden ist oder einen negativen Schnelltest der bei Ankunft nicht älter als 48
    Stunden ist
  • eine Hotelreservierung des Hotels, in dem ihr auf Cabo Verde übernachtet
  • die Bestätigungen, dass ihr die Hygieneformulare für Portugal und Cabo Verde ausgefüllt
    habt.

Ankunft auf den Kapverden:

  • Körpertemperatur wird gemessen
  • sollte diese über 37,5 ° C liegen, werdet ihr in einen Isolationsraum am Flughafen
    gebracht und untersucht
  • solltet ihr Fieber, Husten oder Atemprobleme haben, werdet ihr auf Covid-19 getestet
  • bis zum Erhalt des Testergebnisses werdet ihr in einem Isolationszentrum untergebracht

Zahlen zum Impfstatus auf den Kapverden

Kapverden Corona Impfzahlen

Gute Reise

Wir haben noch freie Kapazitäten ab dem Monat Dezember 2021. Stöbert durch unsere Angebote und sichert euch zeitnah eure ganz besondere Auszeit und unser spezielles Urlaubsangebot! Unsere Preise bleiben in dieser Saison stabil, auch wenn auf den Inseln , wie überall in der Welt eine Teuerung von ca 30% zu verzeichnen ist. Betroffen davon sind auch Strom- Gas- Benzin- Lebensmittel- und BIER! preise. Ob und inwieweit die Kosten für Transporte erhöht werden, ist noch nicht absehbar…

Wir freuen uns auf euren Besuch! Bis bald, Herzliche Grüße aus dem heißen, immer noch regenfreien, trockenem Chá de igreja

Stand Ende September

Stand Ende September

Regen!!

Heute gab es einen richtigen Regentag – und wie wir ihn genossen haben!!!

Die letzten Wochen waren unglaublich heiß. Beständige Temperaturen über 30 Grad, eine hohe Luftfeuchtigkeit und nur kleine „Schön-Wetter-Wölkchen“, ließen uns schon am Morgen ordentlich schwitzen! Auch der vor ca. vier Wochen gesäte Mais, mittlerweile bereits 50 Zentimeter groß, benötigte mal wieder eine ordentliche Portion „nasse Füße“. Es ist kaum zu glauben, welche Freude und Erleichterung  ein ausgedehnter Regenschauer bringen kann!

Während wir dieses Phänomen nutzten um einen kleinen Spaziergang zu unternehmen, bevorzugen es die Einheimischen in ihren „casas“ zu bleiben, zu entspannen, zu schlafen und alles das zu tun, wofür sie das Haus nicht verlassen müssen. (Das sind jedenfalls die Berichte unser Arbeiter! ☺)

Seit der letzten Woche wachsen die ersten Blumen auf unserem Grundstück und verschiedene kleine Obstbäumchen (Mini-Zweige) haben ihren Platz gefunden. Jeder hier versichert uns, dass diese sehr schnell an Größe und Masse zunehmen und wir uns bald  an leckerem Obst erfreuen können… Naja, wir sind mal gespannt! Zeitangaben hier sind ja, wie wir bereits gelernt haben, nicht immer die präzisesten! Grins… Womit wir auch schon wieder beim Thema wären.

Manchmal überfällt uns das Gefühl, in der unendlichen Geschichte gefangen zu sein. Wir  können momentan immer noch nicht die Eröffnung unserer Herberge bekannt geben, aber unsere Jungs haben im letzten Monat gute Arbeit geleistet und  den oberen, privaten Abschnitt vollständig  fertig gestellt. Es sieht toll aus!! Die „Einsatztruppe“ wurde auf unseren Wunsch hin verkleinert und die verbliebene Elite- Mannschaft arbeitet mit Eifer und mittlerweile auch wieder mit Freude an unserem Projekt. Sie selbst sind begeistert von dem, was sie geschaffen haben und wir auch!

Am 1.Oktober des  letzten Jahres begann unsere Reise mit dem Auszug aus unserem Haus. Fast  ist ein Jahr vergangen, seit wir Deutschland den Rücken gekehrt haben.  Die Zeit verrennt nun auch hier wie im Flug. Und sind unsere Kräfte auch momentan ziemlich aufgebraucht, einiges an Enthusiasmus auf der Strecke geblieben und die ein oder andere Illusion zerstört, gab es jedoch noch keinen Tag, an dem wir an unserem Entschluss- hier zu leben- gezweifelt haben!! Der Tag wird kommen, an welchem wir unsere Bauarbeiter verabschieden, die Pforte schließen und mit allen Sinnen unser Paradies genießen können! Und er wird eine Zeit bringen, die neue Energie, neue Freude,  verloren geglaubte  Ideen „im Rucksack“ hat und uns die Reise beenden, uns endgültig ankommen lässt!!

Danke, an alle die uns hier begleitet haben, interessiert an unserer Geschichte waren, regelmäßig unseren Blog gelesen und mit gefiebert haben! Danke, für die vielen netten Kommentare und die verbale Unterstützung!!

Wie es weiter geht bei uns?! …

Nun seid ihr dran, kommt vorbei, lernt unseren Traum in echt kennen! … Das „Nest“ ist gebaut und freut sich auf neugierige „Zivilisationsflüchtlinge“!

Boa viagem e bem- vindo em capo verde! Estamos ansiosos para sua visita!

Marcus e Diane

Stand Ende August

Stand Ende August

… und es ist immer noch nicht fertig!! ☹ …

Der ein oder andere hatte es schon früh prophezeit und sie sollten Recht behalten. Denn auch heute noch genießen wir alle Vorzüge, die das Leben auf einer Baustelle bietet. …Jeden Tag ab 6.30Uhr nette Menschen auf dem Grundstück, also nie das Gefühl allein oder unbeobachtet zu sein, Lärm in allen Variationen, der liebliche Duft nach Treibstoff des Betonmischers- der die letzten 3 Wochen nur unweit unseres Schlafzimmerfensters platziert  und betrieben wurde- , herrliche Staubduschen, und, und, und …. Marcus bringt sich immer mehr mit ein, um die Fertigstellung voran zu treiben. Jeden Tag ist er Teil der baulichen Veranstaltungen, plant, organisiert, kontrolliert…

Bereits zu Beginn des letzten Monats hatten wir unsere Arbeiter,  offiziell mit selbstgebastelten Karten zum „Abschiedsfest“  am 15.8.2015 eingeladen. Einen Tag später war die inoffizielle Eröffnung unserer Herberge anvisiert. Auch dazu wurde offiziell eingeladen und da das auch der Tag war, an dem Marcus 50 Jahre alt wurde, planten wir ein berauschendes Fest. Unsere Rechnung ging nicht auf! Nicht nur, dass weder an Abschied noch an Eröffnung zu denken war,… Nein, nicht einmal meine Küche war fertig. Wer mich kennt, der weiß, dass es mir besondere Freude bereitet andere mit vielfältigen, kulinarischen Leckerbissen zu verwöhnen. Ich hatte mich riesig darauf gefreut, Gerichte aus der deutschen Küche zu präsentieren und alle zu verköstigen,… und nun das! …

Tapfer stellte ich mich der Herausforderung und „zauberte“ stundenlang in meiner Feldküche auf zwei Gaskochern Essen für ca. 40 Personen. Der Spaß dabei hielt sich in Grenzen, es war einfach nur furchtbar anstrengend!! Trotz alledem war besonders das Fest mit unseren Bauarbeitern ein sehr gelungenes und schönes und ein kleines Trostpflaster für die Blasen an den Händen, welches das überdimensionale Rührgerät verursacht hatte! ☺

Das „Zigeunerleben“, dass wir fast ein Jahr lang führten, die Verzögerungen auf dem Bau, die ersten kleinen Regenschauer, welche  unter anderem umständliche Schutzmaßnahmen der Küchenholzschränke erforderten, die Arbeit in den Bungalows, das Waschen mit dem Waschbrett, das Kochen im Hinterhof, … hinterließen deutlich Spuren, der Akku war fast leer und erste Zweifel machten sich breit.

Aber dieses mentale und körperliche Tief ist überwunden und nun erfreuen wir uns wieder an den Fortschritten…In den letzten zwei Wochen ist einiges passiert. Zwei Bungalows sind vollkommen fertig gestellt, bewohnbar und für unseren Geschmack sehr gemütlich geworden!

Seit dem 28.08. haben wir wieder eine mit Strom betriebene Waschmaschine!  Nicht, dass das Waschbrett jetzt in Rente geht- Nein!-… aber für die große Wäsche und bei akuter körperlicher  Schwäche hilft so ein Luxuswaschgerät schon enorm! ☺

Der „Renner“ des  Monats ist jedoch die Fertigstellung meiner Küche!! Am  29.8. begann der Tischler mit dem Aufbau. Heute, drei Tage später ist sie fast fertig,  voll funktionstüchtig und die erste Marmelade bereits gekocht!! Nun ziehen wir jeden Morgen ins  Social  House und können uns am Abend, wenn es Zeit wird den Arbeitsplatz zu verlassen, nur schwer  von unserem wunderschönen Kochpalast trennen!  Dieser ist ein Traumarbeitsplatz und wir freuen uns auf die Zeit die wir dort verbringen, sowohl als Akteure, als auch bei gemütlichen Zusammenkünften…

Vorgestern Nacht erlebten wir unseren ersten Hurrikan!! Es war nicht unbedingt etwas, das man ein weiteres Mal  erleben muss! Mehr al s vier Stunden wütete „Fred“, brachte Sturm und Regen. Strom- Telefon und Internetnetz brachen zusammen. Fast 20 Stunden waren wir von der Außenwelt abgeschnitten. (Für uns kein Problem, da dieser Zustand noch vor Kurzem Normalität für uns war! ☺) Im Ort wurden Bäume entwurzelt, kleinere alte Häuser drohten einzustürzen, die Passstraße  war aufgrund von Steinschlägen nicht passierbar. Also eine echt aufregende und interessante Geschichte, aber ich hatte  Angst, lag die halbe Nacht wach und beobachtete das Schauspiel mit gehörigem Respekt!  Glücklicherweise blieben wir und  unser Grundstück von nennenswerten Schäden jeglicher Art verschont!

http://www.wetter.net/wetternews/wetter-hurrikan-fred-ueberquert-kapverden-9526.html

Nun sind wir schon mittendrin in der Regenzeit und es ist unvorstellbar, wie die Natur erwacht!! Alle Berge werden grün, dort wo die Bauern Mais sähen sieht man bereits zwei Tage später die ersten Triebe sprießen. Auch ich habe die Gunst der Stunde genutzt um einiges aus der deutschen „Samenbank“ im Boden verschwinden zu lassen. Im nächsten Blog informieren wir euch über eventuelle Erfolge. ☺  Es ist sehr warm und manchmal fällt ein feiner Nieselregen. Wie als Kinder freuen wir uns über einen heftigen Guss, nach einem heißen Tag und genießen es im Regen zu stehen und die dicken Tropfen auf der Haut zu spüren!! Diese Ereignisse sind allerdings Mangelware. Bis jetzt  hatten wir maximal 4 Tage, an welchen es regnete…

Da auch heute noch kein wirkliches Ende der Bauarbeiten absehbar ist, wird sich der geplante Eröffnungstermin voraussichtlich um einen Monat verschieben. Wir informieren euch darüber auf den „Casa no caminho“- Seiten.

Das soll es für heute gewesen sein! Ganz liebe Grüße aus dem heißen Afrika!

Marcus und Diane

Unser Umzug!!

Unser Umzug!!

Kapverden wäre nicht Kapverden, wenn ein festgelegter Termin Bestand hätte! ☺  Am 4. Juli standen wir in den Startlöchern und waren voller freudiger Erwartung auf den endgültigen Umzug in unser neues Domizil….  Die Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt tatsächlich nur unser Haus fertiggestellt war und dieses über keine Küche verfügt, schreckte uns nicht wirklich ab, aber das nicht Vorhandensein eines Stromanschlusses veranlasste uns zu einer Verschiebung des Umzugstermins… Meiner Ungeduld geschuldet, wagten wir es dann doch am 10.07.2015, obwohl die Bedingungen die gleichen waren! …

Nun waren wir endlich angekommen!!  Die „Feldküche“ wurde provisorisch im Hinterhof eingerichtet. Gekocht wird auf zwei Gasflaschen, unter der Treppe. Für den Abwasch gibt es eine große Schüssel  im Außenbereich und sämtliche Lebensmittel wurden in verschließbare Gefäße verbannt.

Als Lichtquelle dienten eine schöne Gaslampe, Wachslichter  und natürlich die altbewährte Taschenlampe. Im Schein unserer Gaslaterne  verbrachten wir schöne Abende mit den Kindern und tagsüber begannen wir Stück für Stück unser neues Zuhause zu gestalten.

Jeden Tag hofften wir auf das Erscheinen der „Electra“ und den Anschluss ans Stromnetz. Bis dahin mussten Lebensmittel täglich eingekauft werden, da eine Lagerung ohne Kühlschrank bei über 30 Grad Außentemperatur schwierig ist. Gekocht werden, musste  auch immer nur in kleinen Mengen und jeden Tag aufs Neue… Ein anderes Problem war das Laden der Akkus von Handy und Rechner…

Wieder erfuhren wir viel Unterstützung und Hilfsbereitschaft!! Unsere Bauarbeiter übernahmen das Aufladen unserer Handys und in einem Dorfladen in Cha de Igreja durften wir die Gefriertruhe nutzen. Täglich werden wir mit frischen Brötchen aus Ribeira Grande versorgt und bei Bedarf werden uns hausgemachte Würstchen geliefert. Das Wäschewaschen absolviere ich bis zur Fertigstellung meiner „Wäscherei“  in üblicher Art und Weise…. -am Waschbrett. ☺

Seit dem 29.Juli haben wir nun endlich Strom und einen Tag später gab es gleich noch einen „Nachschlag“ in Form von Internet und Telefon…  Nun brummt ein Kühlschrank in unserem Schlafzimmer und wir sind der Normalität wieder ein Stück näher! 😉

Auf der Baustelle geht es auch voran. Wie wir es uns vor ein paar Monaten erhofften, sind wir nun in der Endphase. Und wer uns kennt, weiß auch, dass wir es uns nicht nehmen lassen, selbst mit Hand anzulegen.  Es hat auch einen ganz besonderen Reiz, zum Beispiel Fliesen statt mit einer Kelle, mit einem Stück von einem ausgedienten Badelatsch zu verfugen!! Lach…

Nach getaner Arbeit genießen wir unser Paradies. Wir sitzen dort, wo wir vor nicht allzu langer Zeit standen und ein Traum zu reifen begann. Von überall aus unserem Haus-  vom Schlafzimmer, vom Sofa, aus dem Bad und von der Terrasse- vor und auf dem Haus-  genießen wir diesen traumhaften Blick übers Zuckerrohr, aufs Meer, die Kokospalmen, Papaya- und Mangobäume. Dieser Blick und das Rauschen des Meeres war es was uns von Anfang an faszinierte und gefangen nahm und nun jeden Tag allgegenwärtig ist! Dieses Gefühl ist unbeschreiblich und entschädigt für die täglichen kleinen Strapazen denen wir momentan ausgesetzt sind!! Mittlerweile schauen wir auch schon auf drei strohbedeckte Bungalows und den Rohbau vom Social House…

Nachts zirpen die Grillen und quaken Frösche. Wurden wir in der alten Heimat durch den zunehmenden Autoverkehr in der Sprockhofer Straße auf den beginnenden Tag aufmerksam gemacht, werden wir heute begrüßt von zwitschernden  Vögeln, vom Krähen des Hahns, vom  Esel auf dem Nachbargrundstück und von den Ziegen in den Bergen. Die drei Aluguerfahrer  die hier am Morgen unterwegs sind, um die Reisenden einzusammeln, hupen und winken beim Vorbeifahren, wenn wir mit unserem Frühstückskaffee auf dem Dach sitzen. Um halb sieben kommen die ersten Bauarbeiter aus dem Dorf, die anderen erscheinen um 7 Uhr mit dem LKW…angeführt von unserem „Baustellenhund“ Oscar. Oscar ist auf einem Auge blind und so etwas wie unser Bau Maskottchen. Morgens ist er der Erste und wenn die Bauarbeiter nach Hause gegangen sind, trottet auch Oscar wieder los in Richtung Heimat!  Natürlich wird er während seines Aufenthaltes hier reichlich verköstigt. Wenn er nicht frisst, liegt er im größten Dreck, mitten drin im Geschehen und schläft! ☺

Die freie Zeit nutzen wir um an den Strand zu gehen, oder Kontakte im Dorf zu knüpfen. Am Wochenende waren wir bei einer goldenen Hochzeit. Das ganze Dorf feierte bis morgens und am Tag darauf traf man sich (ca. 400 Menschen) um einen Dorfbewohner zu Grabe zu tragen… So ist das hier, .. – Chà de igreja ist eine große Familie.

Wir hoffen, im nächsten Blog die Fertigstellung eures Feriendomizils bekannt geben zu können! ☺ Bis dahin ganz liebe Grüße von der Insel!!

Até breve!

Marcus und Diane

Stand Ende Juni

Stand Ende Juni

….der Monat, vollgepackt mit vielen Ereignissen, verging wie im Flug!!

Bereits Ende Mai bestellten wir bei einem jungen Mann, der auf der Straße im Paul Tal „Bastmatten“ geflochten hat, Material für unseren Hühner- und Ziegenstall. Eine Woche später dann waren wir gespannt, ob es tatsachlich klappen würde und er uns auch verstanden hatte. Wir machten uns wieder auf ins Paul Tal und tatsächlich,…. er saß dort und bearbeitete unsere Bestellung. Nun waren wir stolze Besitzer von zwei -3x 3 Meter großen „Bastmatten“ und 15 frisch geschlagenen Bambu-Stangen! ☺ Sogar die Organisation des  Abtransportes übernahm der junge Mann und so landeten wir am Nachmittag, um viele Erlebnisse und positive Eindrücke reicher, wieder in Ribeira Grande.

Der Juni war auch gespickt mit traditionellen Festen. Es begann mit dem Fest des Heiligen von Sinagoga, es folgten der Heilige Antonio in Paul, Heiligenfeste in Coculi, Corda und  Boca de Ambas und Chá de igreja. Tagelang wurden Stände und Buden aufgebaut, deren Konstruktion an Ideenreichtum und Kreativität nicht zu übertreffen sind!!  Mehrere Tage ist auf den Straßen die „Hölle“ los.  Es gibt traditionelle Andachten, Umzüge, Pilgermärsche, Opfergaben, Pferde- und Eselrennen, Trommler- Gruppen, Musik, Tanz, vieeeel Grogue, viele, viele lachende, feiernde, Menschen, Lebensfreude pur und wir mittendrin!!! ☺

Meinen Geburtstag nahmen wir zum Anlass, für die erste Übernachtung in unserem neuen Zuhause in Chá de Igreja. Es war wie campen zum 18. Geburtstag und wird mit Sicherheit in Erinnerung bleiben!! Die Gefühle, welche uns „überrollten“, dort, an dem Ort, wo ein Jahr zuvor noch nichts als unser Plan im Kopf existierte, war unbeschreiblich. Mehrmals übermannten mich Tränen des Glücks und der Freude! Nicht mehr lange, dann werden wir jeden Tag dort in unserem Paradies genießen, unseren Frieden finden und unsere Ideen und Ideale leben können… Wieder zurück in Ribeira Grande gab es dann noch einen schönen Abend mit lieben Gästen!

Das Aufregendste im Monat Juni war jedoch der erste Besuch von meinem Sohn Maximilian und seiner Freundin Vanessa! Die Vorfreude auf den Tag ihrer Ankunft war riesengroß!! Lange hatten wir dieses Wiedersehen ersehnt. Die Gedanken an den Moment ihrer Landung auf dem Flughafen in Sao Vicente und an fast vier gemeinsame Wochen, verursachten schon vorab ein Anschwellen der Tränendrüsen! (natürlich im positiven Sinn !) ☺ ☺ …

Nebenher läuft unser Umzug auf Hochtouren. Marcus hat die Fliesen in unserem Haus verlegt, die in Mindelo erfolgten Einkäufe sind mit einem Fahrer am Zielort –Casa no caminho- eingetroffen, unser Haus ist fast fertig, der Bau des Social Hauses hat begonnen, wieder einmal wird gepackt, sortiert und improvisiert… Unsere Papiere für die Residencia sind vollständig bei der Polizei eingereicht, so auch die für eine erneute Verlängerung unseres Visums….

Das Ziel vor Augen, beende ich die heutige Berichterstattung… Am 4.7.2015 ist der endgültige Umzug geplant. Wir werden euch weiter auf dem Laufenden halten! Bis dahin, liebe Grüße….

Até Próximo!

Stand Ende Mai

Stand Ende Mai

Wie in Deutschland, hat auch hier der Frühling Einzug gehalten. Marcus ist seinem Vorhaben treu geblieben und hat die langen Hosen seit seiner Ankunft hier, im Dezember letzten Jahres, im Schrank gelassen. Jetzt, da es deutlich wärmer ist, gesellen sich meine Jeans dazu!

Die Natur beginnt auch hier zu erwachen. Viele Bäume werden grün, die ersten Blüten sind zu sehen und alles erscheint wieder in einem vollkommen neuen Licht! Es ist wunderschön! Das Thermometer klettert und wir beginnen damit, den Schatten zu suchen, mittags im Haus zu bleiben, langsamer zu laufen und es zu genießen, wenn es abends dunkel wird und ein frischer Luftzug die Hitze des Tages neutralisiert. Es ist „ muito gente!“ Die alten Menschen sagen, dass die Sonne hier im Mai die Steine sprengt! …

Auf der Baustelle läuft alles nach Plan. Marcus hat begonnen zwei Tage in der Woche mit einem Gärtner das Grundstück zu bereinigen und begibt sich dazu schon in enorme Höhen. In den nächsten Tagen ist der Bau der Tiergehege (Hühner und Ziegen) geplant. Weil ich nicht schwindelfrei bin, muss ich mich mit den Bildern, welche er von dort oben macht begnügen! ☺

Unser Haus steht kurz vor der Fertigstellung. Da es unser Plan ist zum Ende des nächsten Monats dort einzuziehen, haben sich alle Aktivitäten darauf konzentriert. Marcus berichtet bei Anwesenheit über den tagaktuellen Stand und wir freuen uns riesig über die Fortschritte! Es fühlt sich an, wie die Vorfreude auf Weihnachten in Kindheitstagen! Spannend!! ☺…   Heute (26.5.) kommt der Tischler mit den Fenstern und den Türen und zum Ende der Woche steht der Fliesenleger auf dem Plan…. Es wird alles sehr, sehr schön und langsam werden wir auch ungeduldig.

In der vergangenen Woche waren wir erneut zwei Tage in Mindelo, dieses Mal ganz ohne „Zwischenfälle“! Vollkommen komplikationslos besorgten wir ein Dokument bei der dortigen Polizei, welches wir für die bald wieder anstehende Verlängerung unserer Aufenthaltsgenehmigung benötigen und erledigten Großeinkäufe für Küche und Bungalows. Zudem genossen wir die Lebendigkeit und Vielfältigkeit dieser schönen Stadt und eine ungewöhnlich sanfte Fährfahrt über den Atlantik.

So vergeht die Zeit, wieder sind 31 Tage verrannt und wir sind nun bereits über 5 Monate auf der Insel. Nach wie vor sind wir glücklich, diesen Weg gegangen zu sein und genießen die Tage auf Santo Antão, ohne Alltagsstress, Bahnstreik, Familiendramen, Konsumrausch und all die anderen großen und kleinen Katastrophen der „ach so zivilisierten hochentwickelten Welt“! 😉

Besonders freuen wir uns auf den im Juni erwarteten Besuch von meinem Sohn Max und seiner Freundin und den gemeinsamen Umzug nach Chã de igreja!! Mittlerweile sind seit dem Auszug aus unserem Haus in Lindwedel 8 Monate vergangen. 8 Monate mehr  oder weniger „Zigeunerleben“, ein Leben an verschiedenen Stationen, aus Koffern und mit befristeten Mietverhältnissen… Es war ein schöner, erlebnisreicher, spannender und aufregender Weg, gespickt mit neuen Erfahrungen, Freundschaften, Landschaften, Erlebnissen…  aber nun freuen wir uns darauf, wieder „zu landen“, anzukommen, Heimat zu spüren und „Normalität“ zu leben. Das Ziel rückt immer näher und bald ist es soweit. Die Koffer und Kisten können endgültig ausgepackt und vorerst in der letzten Ecke verstaut werden!! 😉 Es ist unglaublich, wie intensiv wir das letzte Jahr gelebt haben!!

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