Hallo Hans,

Hallo Hans,

… der Anstand gebietet es, auf deinen Kommentar zu reagieren. Wir werden uns nicht auf gleiches Niveau begeben und “Google” als Diskussionsplattform nutzen. Da wir dich nicht kennen und du deine Kontaktdaten nicht preisgegeben hast, hoffen wir dich auf diesem Weg zu erreichen. Zumindest flüchtig warst du ja bereits Gast auf unserer Seite.

Es tut uns leid, dass dich unser “Nein” zum veganen Speiseangebot offensichtlich persönlich sehr verletzt hat. Sicher stößt man als Veganer auch heute noch auf viel Widerstand, Unverständnis und Ablehnung (hart erarbeitet und selbst gewählt). Aufgrund dessen verstehen wir natürlich deine Überreaktion. Allerdings können wir dir versichern, dass es keine Wertung deiner speziellen Ernährungsform ist, welche uns veranlasst hat keine ausschließlich vegane Kost anzubieten.

Jeder Mensch ist frei in seinem Denken und Handeln und wird als solcher von uns respektiert, akzeptiert und geachtet. Gerade diese Vielfalt macht das Leben bunt, interessant, lebendig und regt (bestenfalls) zielführende, qualifizierte Diskussionen an, eröffnet neue Blickwinkel, ist bereichernd und Motor der Entwicklung.

Unsere Philosophie erklärt genau diesen respektvollen Umgang mit Mensch, Tier und Natur. Auf Grundlage dessen ist unser Angebot klar definiert, bietet vegetarisches Essen auf Nachfrage, aber kein Veganes. Gerne kannst du dich dazu auf unseren Seiten “Essen und Trinken”, “Willkommen”, “Kontakt und Buchung- Anmerkung” informieren. Es geht also nicht um eine Diskriminierung des veganen Lebensstils, sondern um eine andere Lebensweise in einem Schwellenland und die Vermittlung authentischer, nichteuropäischer Verhältnisse des Gastgeberlandes.

Hier sind Tiere nach wie vor Existenzgrundlage und ein wertvolles Gut. Ich persönlich kenne keinen Kapverdianer, der es sich leisten kann, “Veganer” zu sein. Ich kenne auch keinen Ort auf Santo Antao, an dem Linsen, Kichererbsen und Getreide wachsen. In einem Land, in welchem es 4 Jahre keinen Regen in der Form gab, dass er ausreichend gewesen wäre, um eine Ernte einzubringen, müssen sogar Mais und Bohnen importiert werden… Das Wenige, das die Menschen hier haben, teilen sie mit den Gästen ihres Landes und bieten ihnen Dinge, die viele von ihnen selbst nur selten und nicht im Überfluss haben. Sie verstehen es nicht, wenn Besucher diese “Opfer” nicht annehmen und die “Schätze” ihres Landes, wie beispielsweise Fisch und Meeresfrüchte ablehnen…. Die Menschen hier arbeiten hart. Die Fischer sind bei Wind und Wetter auf dem stürmischen Atlantik unterwegs, die Fischverkäuferinnen tragen kilometerweit mehr als 20 Kilo Fisch auf dem Kopf, um etwas Geld für den Unterhalt, ihrer oft mehr als 10 Personen zählenden Familien, zu verdienen. Immer wieder kommen Fischer nicht zurück, bleiben verschollen im Meer….

Ist es hier die Lösung, keinen Fisch zu essen und somit dieser großen Bevölkerungsgruppe jegliche Existenzgrundlage zu entziehen??

Wir wollen es nicht weiter vertiefen. Das was wir hier Leben, anbieten und vermitteln, ist fundiert, angemessen, be- und durchdacht. Wer mit Interesse, Neugier, Achtung, Respekt und ein wenig Demut ein fremdes Land bereist, um es authentisch kennen zu lernen, sollte (und muss) auch so flexibel sein, sich für einen begrenzten Zeitraum an vorherrschende Lebensbedingungen anzupassen. Wem das nicht möglich ist, der hat natürlich noch die Alternativen “Unterkünfte mit Selbstverpflegung”, “All inklusiv Angebote”, oder eben das Reisen in Länder die eine Anpassung nicht nötig machen und europäischen “Luxus” bieten.

Diese Wahl steht jedem Urlauber frei, so wie es uns als Gastgeber frei steht, unser Angebot zu bestimmen. Wo ist da das Problem?

Möchte ich eine Unterkunft mit Pool, wähle ich mir eine solche aus und käme nicht auf die Idee, alle anderen Unterkünfte ohne Pool zu kommentieren?! Möchte ich eine italienische Pizza, gehe ich zum Italiener, nicht ins China Restaurant. Ich fliege nicht nach Ägypten, um dort “Berliner Luft” zu schnuppern?! Wie schön, dass es diese Vielfältigkeit an Angeboten selbst hier auf Santo Antao gibt und ich die Freiheit habe selbst zu entscheiden und zu wählen!!

Lieber Hans,

…. die Art und Weise deiner Kontaktaufnahme, sowie Inhalte deines Kommentars sind unangemessen, respektlos, anmaßend und beleidigend. Nicht nur uns gegenüber, als Menschen die du nie persönlich kontaktiert bzw kennengelernt hast, sondern auch gegenüber den Menschen, die unser besonderes Angebot hier verstanden und angenommen haben und allen anderen Menschen, die sich vielleicht gesünder, ausgeglichener und mindestens genauso bewusst, aber eben nicht vegan ernähren…

Du erwartest Empathie und Respekt,… Toleranz und Flexibilität?! Wie sieht es aus mit dem Gleichgewicht von “Nehmen und Geben”?!!

Wir wünschen dir alles Gute!

Herzliche Grüße von Diane und Marcus

P.S. Man sollte nie eine Frage stellen, oder um etwas bitten, wenn man ein “Nein” nicht akzeptieren kann!!

Carnaval in Mindelo (Kapverden)

Carnaval in Mindelo (Kapverden)

Bunter, als der in Rio, eleganter, als der in Venedig, heißer als der in Trinidad,… das ist der Carnaval in Mindelo!”

Der Karneval hier ist tief verwurzelte Tradition.  Bereits einen Monat vor dem großen Umzug steigt die Aufregung, im Radio, aus den Häusern und auf den Straßen hört man Samba Rhythmen und typische Karnevalsmusik. Das Training und die Proben der an der großen Parade teilnehmenden Gruppen ist in vollem Gange. An “jeder Ecke” entstehen kleine Nähstuben, für das Fertigen der Kostüme, Umzugswagen werden -versteckt vor den Blicken Neugieriger- in mühevoller Handarbeit und mit unbeschreiblicher Kreativität gebaut…

Am Faschingsdienstag lebt die ganze Stadt im Rhythmus des Ereignisses, die Straßen sind gesäumt von neugierigen, tanzenden, singenden, lachenden, trinkenden und feiernden Menschen. Hotelzimmer sind ausgebucht, Dächer, Straßenlaternen und Balkons sind bis zur Neige besetzt…

Natürlich wird auf allen Inseln gefeiert. In den Städten gibt es Umzüge der Kindergärten, von Schulen, Vereinen und Sambagruppen. Am Aschermittwoch verfällt alles in den “Dornröschenschlaf”. Der Aschermittwoch ist definitiv einer von den wenigen Tagen, an denen strikt nicht gearbeitet wird, Läden sind geschlossen und die Straßen leer gefegt.

Marcus hat sich in diesem Jahr unter die Kapverdianer gemischt und besuchte Mindelo zum finalen Umzug. Zurück kam er mit tollen Bildern, bewegenden Eindrücken, Geschichten von Erlebtem, totaler Begeisterung und Respekt vor dem gelebten Carnaval und dem eigens dafür Geleisteten. Natürlich lassen wir euch in Form einer Bildergalerie, wieder daran teilhaben!

Vielleicht entwerfen wir für Interessierte (max 6 Personen) einen Baustein, der den Besuch des Carnevals in Mindelo 2021 einschließt?! Meldet euch, wenn ihr dabei sein wollt!

Bis bald!
Diane

Sie sind da!

Sie sind da!

Seit ca. 3 Wochen ist Leben im Ziegenstall. Wie bereits im letzten Blog angekündigt, gab es ordentlich Nachwuchs. und nun endlich etwas verspätet auch die versprochenen Bilder und einen kurzen Lagebericht.
Die Geburten
Fast regelmäßig im Abstand von einem Tag brachten unsere Ziegen ihre Babies zur Welt. Als wir am Abend “verdächtige” Geräusche aus dem Ziegenstall vernahmen, schlichen wir uns mit einer Taschenlampe “bewaffnet” an den Ort des Geschehens und konnten tatsächlich Zeuge der Geburten werden. Ein Wunderwerk der Natur!! Ohne Hilfe, ohne viel Gezeter, …selbst die Erstgebährenden kannten ihre Aufgaben und nahmen diese sofort an. Unbeschreiblich beeindruckend!!
Nun haben wir 4 Mütter, zwei kleine Böckchen und drei weibliche Zicklein und jetzt, fast 3 Wochen nach der Ankunft der Kleinen ist ordentlich Betrieb im Gehege. Unsere kleine bunte Ziege ist leider am 2 Tag verstorben. :/
Das Leben
Die anderen Kleinen wachsen und gedeihen prächtig, sie spielen miteinander, balgen, hopsen, klettern an den Steinen empor, trinken, toben, meckern, erkunden und machen einfach nur Freude!!! Stundenlang könnte man das Treiben im tierischen Kinderzimmer beobachten.
Die ersten Nächte schliefen die Zicklein in einer Tonne, um sie warm zu halten. Vor dem “ins Bett bringen” hieß es nochmal ordentlich trinken und dann war Ruhe! Morgens warteten die Muttis bereits ganz aufgeregt auf das Wecken ihrer Kinder. Zielsicher lief jedes gleich nach der “Bergung” aus der Tonne zur passenden “Milchtankstelle”. Während sich die hungrigen Bäuchlein der Kinder mit Milch füllten, übernahmen die Mamas die morgendlichen Hygiene – Maßnahmen bei ihren Kindern…
Jetzt, da die Tonne für 5 zu eng geworden ist, hat Marcus ein größeres “Baby- Bett” gebaut, welches gut angenommen wird, nicht nur von den Zicklein…. So haben wir bereits eine Ziegenmutter beim Mittagsschlaf am gemütlichen und windgeschützen Plätzchen erwischt, während für die Babys nur noch Platz vor der Hütte blieb! :))
Das erste Paar (Mutter Kind) hat bereits einen Käufer gefunden. Ein weiteres ist noch zu haben… Zwei Ziegen und 3 Babies bleiben bei uns…

 

Wir wünschen allen Gästen, Freunden und Lesern unseres Blogs eine schöne Vorweihnachtszeit und schon jetzt ein friedliches Weihnachtsfest und einen gesunden Start ins Jahr 2020, möge es viel Gutes bereithalten!!
Herzliche Grüße
Diane und Marcus

Ende der Projektarbeit

Ende der Projektarbeit

Ein Sprichwort sagt:,

Gib Jemandem der Hunger hat keinen Fisch, sondern kauf ihm eine Angel”

Wenn er viel Fisch fängt, wird er selber satt und ist in der Lage anderen eine “Angel” zu kaufen. In Deutschland sagt man dazu “Hilfe zur Selbsthilfe” . Soziale Arbeit sollte so ausgerichtet sein, dass sie sich final alleine trägt und Unterstützung von außen überflüssig wird.

Vier Jahre haben wir hier mit euch gemeinsam viele Familien mit Schulmaterial unterstützt, Veranstaltungen, Ausflüge und Feste gestaltet und mit Spendengeldern finanziert. Das I- tüpfelchen war die Finanzierung und Begleitung einer Ausbildung. Mit den Einnahmen aus Massagen, im Rahmen der geplanten festen Anstellung, wäre die Existenz der Physiotherapeutin gesichert gewesen. Zudem war es geplant, die Mehreinnahmen im vollen Umfang in weitere soziale Projekte zu investieren, weitere Beschäftigungen, Ausbildungen, Unterstützungen für Schulen und den Kindergarten zu finanzieren.

Die geplante “Staffelstabübergabe” hat leider nicht funktioniert. Aber immerhin ist wenigstens eine Existenz auf Dauer gesichert! Auch das ist ein Erfolg- euer Erfolg!!

Ich erinnere mich an viele schöne, rührende, lustige, anstrengende, fröhliche, Erlebnisse, an Bastelstunden, Wanderungen, Abschlussfeste, an leuchtende, glückliche Kinderaugen, an Entsetzen beim 1.Besuch des Weihnachtsmannes…  Eindrücke, die bleiben und für die ich sehr, sehr dankbar bin. 4 Jahre habe ich Herzblut, Energie, Zeit, Geld und Arbeit lohnenswert investiert , aber nun bin ich müde… Meine Idee der sozialen Arbeit, sehe ich nicht mehr umgesetzt. Jegliche Hilfen zielen nur aufs “Geben” ab, fördern weder die Eigeninitiative noch erwarten sie die Übernahme von Eigenverantwortung. Es gibt einige Vereine, die die Menschen hier unterstützen, die Situation  in der Gegend hat sich verbessert, da viele Menschen aus Cruzinha und Cha de igreja Arbeit auf dem Bau gefunden haben. Der Tourismus bringt auch hier weitere Arbeitsplätze und somit Geld für Familien.

Nachdem alle Patenkinder und einige Kinder mehr, jetzt zum Schuljahresbeginn dank eurer Hilfe mit Schulmaterialien für das gesamte Schuljahr ausgestattet sind, stelle ich mit sofortiger Wirkung meine sozialen Aktivitäten hier vor Ort ein und bedanke mich noch einmal bei allen Begleitern, Unterstützern, Spendern, Paten, Freunden…..

DANKE!

Ferienzeit

Ferienzeit

Einige Monate sind vergangen… Natürlich waren wir nicht untätig. Wir können uns glücklich schätzen, endlich einen zuverlässigen, verantwortungsvollen und kompetenten Gärtner gefunden zu haben, der uns an 3 Tagen in der Woche unterstützt. Die Pflanzen im Garten wachsen und gedeihen und unseren Tieren geht es richtig gut!

Nach einem längeren Deutschlandaufenthalt und unserer Rückkehr Ende August, stellten wir das neue Gehege für unsere Ziegen fertig. Es bietet den momentan 4 Ziegen sonnige und schattige Plätze und ermöglicht ihnen zudem den freien Auslauf, ohne Fixierung. Der im Juni, bei unseren “Damen” zu Gast gewesene Ziegenbock aus Chá de igreja hat ganze Arbeit geleistet und so können wir nun die frohe Botschaft verkünden: “Es gibt Nachwuchs im Haus am Weg!” Wir haben 4! prächtig(e)- trächtige Ziegen! Schon jetzt freuen wir uns auf das spannende Ereignis der Geburt und das bunte Treiben im Ziegenstall!! Natürlich werden wir diese Ereignisse in einem Blog für euch aufarbeiten! 😉

 

 

Die Ferienzeit der Kinder nähert sich auch dem Ende und dementsprechend sind auch unsere Patenkinder (und einige mehr) mit Schulsachen ausgerüstet worden. In diesem Jahr wird es das erste mal eine 8. Klasse im Rahmen der Schulpflicht geben. Auch soll es wieder Änderungen im Lehrplan geben. Die Gedanken sind vielleicht nicht schlecht, aber bei der Umsetzung gibt es wieder große Probleme. Heute, eine Woche vor dem Beginn des neuen Schuljahres, ist es noch nicht möglich, die aktuellen Schulbücher zu kaufen. Wann diese geliefert werden, ist ebenfalls unklar. Gerade für die ersten Klassen stellt das ein großes Problem dar. Außerdem fehlt es an ausgebildeten Fachlehrern, die die Unterrichtsinhalte neu entstandener Fächer kompetent vermitteln.

In Chá de igreja ist ein starker Rückgang von Schulkindern zu verzeichnen. So werden in diesem Jahr nur 4 Kinder eingeschult und gemeinsam mit der 2. Klasse ( 6 Kinder) unterrichtet. Die Schule in Ribeira alta musste in diesem Jahr geschlossen werden. Wurden dort im vergangenem Schuljahr noch 3 Kinder unterrichtet, wäre es in diesem Schuljahr nur noch eines gewesen. So ändert sich auch hier das Bild…

 

 

In eigener Sache gibt es auch großartige Neuigkeiten,…

  • allem voran. WIR WERDEN OMA UND OPA!!! Am 21. September soll es soweit sein. Wir sind jetzt jeden Tag darauf gefasst und warten voller Vorfreude auf unser erstes Enkelkind!!! Danke an Lotta und Flo! 🙂
  • unsere Residencia/ Aufenthaltsgenehmigung ist endlich da!! 4 Jahre und 3 Monate haben wir darauf gewartet!!
  • das erste mal waren wir mit dem Fischerboot auf dem Atlantik!! Einmal Ribeira alta, hin und zurück!! Es war ein tolles Erlebnis und ist allen Gästen nur wärmstens zu empfehlen!

Außerdem,….

  • derzeit sind wieder viele Schildkröten Nester am Strand von Cruzinha. Über die beispielhafte Arbeit der Freiwilligen des Tartaruga- Projekts- Cruzinha, zum Schutz der Schildkröten gab es einen großen Bericht in der “a semana”, einer Zeitschrift von Kapverde.
  • unsere Hilde hat wieder ein dichtes, wildes Gefieder und erstrahlt in voller Blüte, so auch ein “Kind” von ihr, welches sich zum stolzen Hahn entwickelt hat und der “Mutter” wie aus dem Gesicht geschnitten ist.. ( optisch, wie auch beim ungezügelten, gierigen Fressverhalten) Beide fühlen sich in der Gemeinschaft ihrer Artgenossen wohl.
  • Regenzeit?! Die südlichen Inseln wurden mit reichlich Regen bedacht. Sogar Sao vicente erhaschte viel des kostbaren Nasses. Konnte sich der Großteil von Santo Antao über einige zum Teil kräftige Regentage erfreuen, wurden wir leider nur mit “Kleinstausläufern” bedacht.  Diejenigen, die bereits Mais gesät haben, werden dieses wohl wieder vergeblich getan haben und andere, die es in weiser Voraussicht noch nicht getan haben, sparen sich zumindest den “Einsatz”. Die Talsperre ist leer! 🙁
  • es ist heiß in Chá de igreja!!!

 

Abschließend noch ein Bilderbeweis dafür, wie wohl sich unsere “Haustiere” im Haus am Weg fühlen!

Das war`s für heute. Bald beginnt die neue Saison, mit vielen neuen und vielleicht auch bekannten Gästen und Freunden! Wir freuen uns auf euch!!

Herzliche Grüße, bis bald!

Diane

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