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Jetzt da unsere Großbaustelle eingerichtet ist, unser Projekt langsam Gestalt annimmt und nach und nach erkennbar wird, was in Chá de igreja entsteht, wird es auch Zeit, auf die Möglichkeit einer Buchung bei uns hinzuweisen.

Mit diesem Ziel eröffnen wir in diesem Monat auch die  „Buchungsbaustelle“ auf unserer Internetseite. Vorerst findet ihr dort bis zur endgültigen Fertigstellung, erste Gedanken, Vorstellungen und Inhalte bezüglich Ausstattung, Verpflegung, Preise, Angebote, Projekte, Aktivitäten- in Stichpunktform. Sie dienen denjenigen, die schon heute den Urlaub im Herbst buchen möchten als Orientierungsgrundlage sind allerdings noch nicht verbindlich.

Bleiben Fragen offen, stellt diese, schreibt eine Mail und helft uns damit auch, die Seite so optimal wie möglich für euch zu gestalten!!!

Offizielle Eröffnung ist am 1.10.2015! Erste Reservierungen sind ab sofort möglich! Für Abenteurer, Regenzeit- und Baustellenliebhaber können wir bereits ab August Besuchstermine zu gesonderten Konditionen anbieten!

Der Blog als solches bleibt in „abgespeckter“ Form erhalten, so daran weiterhin Interesse besteht?! Außerdem könnt ihr die Fertigstellung eures Wunschbungalows auf Bildern mit verfolgen! ☺

Zwei große Ereignisse sind diesen Monat Thema unseres Blogs!

Motiviert dadurch, dass die erste Post aus Deutschland den Weg in unser Postfach fand, trennte sich -bereits im September Blog namentlich erwähnter Micha- von unseren Postpaketen und schickte diese auf die lange Reise nach Kapverden. DANKE!! ☺

Mit Hilfe der Sendungsverfolgung begleiten wir voller Spannung  ihren Weg zu uns….

Berichten zufolge gibt es bei Transporten dieser Art meistens Probleme. Erzählten wir voller Vorfreude von unserer Postaktion, ernteten wir hier von Residenten und Insidern nur mitleidige Blicke und erhielten einstimmig die Bestätigung dafür, dass wir den schlechtesten Transportweg gewählt hätten… Erfahrungsberichten zur Folge, kommt es nur selten vor, dass ein derartiger Transfer ohne Komplikationen verläuft. Stattdessen erreichen Pakete ihren Empfänger häufig gar nicht, wenn doch, dann sind sie oft beschädigt oder ihr Inhalt ist unvollständig. Schlimmstenfalls muss die Fracht beim zuständigen Zollamt in Mindelo ausgelöst werden….

Wir sind vorbereitet und stellen uns den Herausforderungen!!☺ Aktuell sind 4 von 5 Paketen im Zielland eingetroffen. Das heißt, dass sie den Weg bis zu einer der 9 Inseln erfolgreich bewältigt haben! Nun heißt es abwarten, was weiter passiert! Wir werden berichten, denn schließlich handelt es sich bei dem Inhalt der Sendungen ausschließlich um Ausstattungsmaterial „eurer“ Bungalows und „meiner“ Küche!! ☺

Ist der erfolgreiche Ausgang dieser Aktion von uns nicht wesentlich beeinflussbar, so zeigten wir allerdings bei der Bewältigung einer anderen anstehenden Aufgabe vollen Einsatz!

Am 17.03.2015 lief unser Touristen Visum aus. Das machte eine Beantragung der Verlängerung notwendig. Mit unserem Freund Claudio „stürmten“ wir also am 11.03.2015 das Polizeirevier der Hauptstadt und sprachen beim Verantwortlichen vor. Dieser war aufgrund dessen, dass es aktuell Veränderungen beim Prozedere der Verlängerung von Aufenthaltsgenehmigungen gibt, etwas überfordert und bat uns in den nächsten Tagen erneut vorzusprechen, so dass er sich schlau machen konnte. Nun war es aber so, dass unser Freund Claudio zeitlich sehr eingebunden war und wir es erst am 17.03.2015 schafften in der Polizeidirektion vorstellig zu werden….

(Habt beim Lesen des Berichtes bitte immer im Hinterkopf, dass wir die Sprache kaum verstehen, Institutionen und Ämter und ihre verschiedenen Verantwortlichkeiten nicht zentriert sind  und ein Weg von A nach B immer noch in der Form abläuft, wie im April Blog beschrieben!)

… Um 10 Uhr waren wir an der Reihe und erhielten eine handschriftlich verfasste „To Do- Liste“, welche uns das Vorlegen von 10 Dokumenten abverlangte. Da es auch dem Polizisten unmöglich erschien, dass diese Aufgabe bis zu seinem Feierabend um 15 Uhr gelöst werden könnte, verabschiedete er sich von uns mit dem Hinweis darauf, dass für jeden Tag ohne Aufenthaltserlaubnis ein Strafgeld in nicht unbeachtlicher Höhe fällig wird…- unser Ehrgeiz war geweckt!

Zu den einfachen Aufgaben gehörten das Anfertigen zahlreicher Kopien,….Pässe, Impfausweise, Mietvertrag, Grundstückskauf… Durchaus anspruchsvoller waren das Erbringen eines ärztlichen Attests und eine amtlich bestätigte Eintragung  im polizeilichen Melderegister. Für ersteres eilten wir ins hiesige Krankenhaus. Dank Claudio fanden wir nach 4 Anläufen auch die richtige Abteilung, allerdings keinen Arzt. An dieser Stelle war die Ausstellung und notwendige Untersuchung erst nach wieder Eintreffen des Arztes, sprich zwei Tage später möglich. Glücklicherweise gab es  noch die Möglichkeit entsprechende Bescheinigung im Krankenhaus von Paúl machen zu lassen… Für das Dokument von der Justiz verwies uns der Polizist auf die Kammer in Ponta do Sol… Wir standen mittendrin, das hieß: eine Strecke von 600 Escudos (das sind schon ne Menge Kilometer!), mit einem Aluguer und mindestens 4 Mal umsteigen, plus Krankenhaus- und Amtsbesuch in einer verbleibenden Zeit von 3 Stunden… Unmöglich!!

Aber Claudio wäre nicht Claudio, wenn er nicht überall, in jedem Amt, in jedem Ort, in jeder Pension- einfach überall- jemanden kennen würde, oder jemanden hätte, der zu seiner Familie gehört. (Das ist hier im Allgemeinen so, riesige Familien, viele Freunde, jeder hilft jedem, ohne erwartete Gegenleistung!!☺)

Während er also einige Telefonate führte und die Möglichkeit erfragte, alle Dokumente in Paúl anfertigen lassen zu können, organisierten Marcus und ich noch benötigte Unterlagen in der Bankfiliale. Alle gemeinsam saßen wir um circa 12 Uhr im Aluguer Richtung Paúl. Dort ebnete unser Freund uns noch die Wege ins Krankenhaus und zum Sekretariat der Justizbehörde, bevor er zur Arbeit eilte und wir uns, nun auf uns allein gestellt an die Lösung aller Aufgaben machten. Um 13.30 Uhr war es geschafft und wir waren tatsächlich im Besitz aller geforderten Unterlagen!!! Nun hieß es auf schnellstem Wege zurück nach Ribeira Grande…der kann mit dem Aluguer und dann noch zur Mittagszeit sehr lange dauern! Lach… Wir hatten Glück! Um 14.30 Uhr rammelten wir „Stolz wie Bolle!“ ins Präsidium und entlockten dem verantwortlichen Polizisten bei der Vorlage aller geforderten Unterlagen, ein anerkennendes Lächeln… Ja, so sehen hier aufregende Tage aus! ☺

Die restlichen Tage genießen wir das ganz normale Leben! Wir beobachten das Treiben in den Straßen, knüpfen erste Kontakte zu den Einheimischen, freuen uns über die Kinder, die in großen Scharen stundenlang, bis es dunkel wird gemeinsam vor dem Haus spielen, staunen immer wieder über die -aus dem nichts zu kommen- scheinenden Veranstaltungen, wie zum Beispiel eine Frauentagsfeier, bei welcher bis 22 Uhr niemand zu sehen war, dann aber bis 5 Uhr Party der Superlative stattfand! Wir beobachten Trauerzüge, bei dem die ganze Stadt Anteil nimmt und den Sarg bis zum Ortsaugang begleitet.

Wir gehen zu Fußballturnieren, lernen Portugiesisch und Kriol, begleiten die Arbeit auf dem Bau. Wir üben das Kochen landestypischer Gerichte, verarbeiten ergatterte Kräuter zu Pasten und Soßen, aus frischer Ziegenmilch wird Trinkjoghurt gemacht,  wir probieren das Backen mit den hier beschränkten (aber vollkommen ausreichenden) Zutaten, versuchen so viel wie möglich selbst zu machen, aus frischen Zutaten der Region, in dessen Genuss unsere Gäste auch einmal kommen werden! ☺ Wir fühlen uns sehr, sehr wohl hier und genießen nach wie vor jeden Tag in Afrika!

An alle, die sich in unserem Gästebuch verewigt haben, ein herzliches Dankeschön!! Natürlich auch an diejenigen, die unsere Blogs verfolgen, ohne ihren Kommentar abzugeben 😉 einen herzlichen Dank! Wir hoffen so sehr darauf, dass wir einige von euch hier auf Santo Antao begrüßen und mitnehmen können in diese wunderbare einfache Welt!

Herzliche Grüße

Marcus und Diane

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